Fassadendämmung

Dammung CheckDie Kosten einer Fassadendämmung sind niedriger als viele Menschen denken. Außerdem sind sowohl die Einsparungen, die sich damit erzielen lassen, als auch die Vorteile für die Umwelt beträchtlich. Trotzdem ist nur die Hälfte der Fassaden in Deutsche Häusern gut gedämmt. Grund genug, die Außenmauern Ihres Hauses einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Eine Fassadendämmung verringert das Entweichen der Wärme aus dem Haus ins Freie. Infolgedessen schaltet sich die Heizung nicht so häufig ein und der Gasverbrauch sinkt. Dies ist umweltfreundlich, denn eine geringe Verbrennung von Gas ist gleichbedeutend mit weniger Treibhausgasen und geringerer Luftverschmutzung. Darüber hinaus bietet eine Fassadendämmung die Vorteile, dass sie sowohl Zugluft als auch Feuchtigkeitsprobleme im Haus reduziert.

Ob eine Fassadendämmung Ihres Hauses sinnvoll (und welches Verfahren geeignet) ist, erfahren Sie, wenn Sie eine auf Sie zugeschnittene Beratung anfragen. Dabei werden auch die Kosten der Dämmung und die im Anschluss an die Dämmung resultierenden Einsparungen berechnet.

Zur Verringerung der Umweltbelastung ist es notwendig, den Gasverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. Eine Fassadendämmung leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag: die Kerndämmung, d.h. die Dämmung der Hohlmauern eines durchschnittlichen Einfamilienhauses (kein Eckhaus, 105 m² Fassade), senkt den jährlichen Gasverbrauch um 870 m³.

Das Baujahr als aussagekräftiger Faktor für die Fassadendämmung

Oftmals wissen Bewohner nicht, ob das Haus (komplett) gedämmt ist. Nur eine Dämmfirma kann mit Sicherheit feststellen, ob eine qualitativ hochwertige Dämmung vorhanden ist. Das Baujahr Ihres Hauses kann allerdings als Hinweis dienen; und auch Bauzeichnungen und Unterlagen über eventuell bereits durchgeführte Umbauten können aufschlussreiche Informationen enthalten.

  • Baujahr vor 1920

Vor 1920 errichtete Häuser wurden beim Bau nicht gedämmt. In vielen dieser Häuser wurde später eine Fassadendämmung angebracht (nachträgliche Dämmung). Beispielsweise eine Vorsatzwand an der Innenseite der Außenmauer. Häuser aus dieser Zeit haben keine Hohlmauern.

  • Baujahr zwischen 1920 und 1975

Zwischen 1920 und 1975 errichtete Häuser haben oft eine Fassade mit einer Hohlmauer, die beim Bau nicht gedämmt wurde. Ein Teil dieser Häuser wurde später allerdings nachträglich noch gedämmt: in vielen Fällen wurde die Hohlmauer mit Dämmstoff gefüllt (Kerndämmung).

  • Baujahr zwischen 1976 und 1988

Fassaden von Häusern, die in der Zeit zwischen 1976 und 1988 errichtet wurden, wurden schon beim Bau gedämmt. Allerdings entspricht die Qualität oft nicht den heutigen Anforderungen. Bei einem Teil dieser Häuser wurde die Fassadendämmung nachträglich verbessert (nachträgliche Dämmung).

  • Baujahr 1989 und später

In den Fassaden von Häusern, die 1989 oder später errichtet wurden, befindet sich in der Regel eine Dämmung, zumeist eine Kerndämmung. Je neuer das Haus, desto besser ist die Fassadendämmung.

Kosten und Einsparungen einer Fassadendämmung

Die Kosten einer Kerndämmung amortisieren sich über die Einsparungen bei Ihrer Energierechnung in rund drei Jahren. Danach ist jeder eingesparte Euro Gewinn.

Die Kosten einer Dämmung mit einer Vorsatzwand oder an der Außenseite der Fassade haben eine viel längere Amortisationszeit. Ein geschickter Heimwerker kann eine Vorsatzwand selbst anbringen (22 Euro/m² Materialkosten); die Amortisationszeit beträgt in diesem Fall vier Jahre.

 

Art d. Fassadendämmung

 

Einmalige Kosten*

Einsparung* pro Jahr

Kerndämmung

 

€ 1.370

870 m3 Gas (€ 570)

Dämmung an der Innenseite  mit Vorsatzwand

 

€ 10.500

1.040 m3 Gas (€ 680)

Dämmung an der Aueßnseite

 

€ 14.000

1.100 m3 Gas (€ 720)

Eine Dämmung an der Innen- oder Außenseite mit einem niedrigeren Dämmwert ist nicht zu empfehlen: Die Kosten sind zwar durchschnittlich 6 Prozent niedriger, aber auch die jährliche Einsparung ist geringer: 6-16 Prozent.

*) Gilt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Kombikessel mit hohem Wirkungsgrad und bei einem Gaspreis von 0,65 Euro/m³. Die Einsparung gilt für eine durchschnittliche Raumtemperatur von 16,5 °C (tags- und nachtsüber). Bei einer höheren Durchschnittstemperatur wirkt sich die Einsparung noch höher aus.